Wollkrautblütenkäfer (anthrenus verbasci) oder Kabinettkäfer (Anthrenus museorum L.)
Aussehen:
kleine rundliche Käfer, ca. 1,8-3,5 mm lang,
auf der Rückseite unregelmäßige Querbänder aus schwarzen, gelben und braunen Schuppen
Larven sind von gedrungener Gestalt
Vorkommen und Lebensweise:
in Dielenritzen, unter Teppichen, hinter Scheuerleisten, Kleiderschränken, Bettkästen, in Vogelnestern und Taubennestern,
erwachsene Käfer sind häufig auf Fensterbrettern anzutreffen
häufig gemensames Vorkommen mit Attagenus-Arten (Pelzkäfer)
Befallsermittlung durch Untersuchung von Wollsachen, Bettkästen, Felle, Pelze, u.a. Textilien besonders dunkle Ecken sind bevorzugte Aufenthaltsorte der Larven
Biologie:
Nahrungs-u. Entwickungssubstrate fast identisch wie beim Pelzkäfer
Larven verzehren darüberhinaus besonders gern tote Insekten
Käfer sind nicht schädlich - schädlich sind nur die Larven
Eiablage an Haare des Entwicklungssubstrates
die Entwicklung der Larven verläuft etwas schneller als bei den Pelzkäfer, daher 2 Generationen pro Jahr
Bekämpfung:
Bei vielen Stoffen wirkt schon eine chemische Reinigung, oder ein normaler Waschprozeß (bei Temperaturen über 40°C) als Bekämpfungsmaßnahme.
Teppiche könnten mit Bekämpfungsmitteln behandelt werden.
Da die Anthrenus-Larven sehr stark beborstet sind, wird ein mikrokapsetes Mittel gut helfen.
Außerdem bleiben die Kapselchen über lange Zeit erhalten und der Wirkstoff Chlorpyrifos ist in dieser Formulierung toxikologisch so gut wie unbedenklich. Wichtig ist es, die Teppiche auch von der Rückseite her zu behandeln. Eine Nachkontrolle nach 2 bis 3 Wochen wäre anzuraten.